Endlich ist es geschafft! 🦔🦔🦔🦔🦔

Lübben, 20.05.2026

Alle unsere Überwinterungsgäste haben ihren betreuten Winterschlaf gut überstanden und konnten, nachdem sie sich noch ein paar Reserven angefuttert haben, in geeigneten Revieren ausgewildert werden.
Bis dahin war es bei einigen ein langer und auch kostenintensiver Weg, da tierärztliche Behandlung unumgänglich war.
Leider bekommen auch wir zunehmend Igel mit schweren Schnittverletzungen und/oder abgetrennten Gliedmaßen in unsere Vereinspflegestelle gebracht.
Wir berichteten bereits über einen im letzten August gebrachten Igelmann mit schwersten Schnittverletzungen und Madenbefall im Genick. Er konnte erst in der letzten Woche in die Freiheit gehen, weil Heilung solcher Wunden Zeit braucht. Und er wird für immer durch eine große, stachellose Narbe gezeichnet bleiben, welche ihn auch leichter angreifbar macht.🥺
Auch ein schlimmer Fall mit einer Schnittwunde über den ganzen Rücken war im Oktober die nur 186g leichte Charlie aus Lubolz. Da mussten wir uns schon ein Tränchen wegdrücken, als sie sich mit 1125g Endgewicht in der letzten Woche in ein freies Igelleben verabschiedet hat.🦔
Ein Igel mit abgetrennten Vorderbein hätte eigentlich euthanasiert werden müssen, da eine Wieder- Auswilderung ohne Vorderbein nicht möglich ist und als Ziel in der Wildtierrettung immer die Auswilderung im überlebensfähigen Zustand steht. Ihn gibt es noch, weil die Wildtierstation Reddern einen Dauerplatz für ihn möglich gemacht hat.❤️
Eines machen diese zunehmenden Beispiele von Schnittverletzungen durch Mähroboter und auch Rasentrimmern klar:

❗So kann es nicht weiter gehen❗

Immer mehr Städte und Gemeinden beschließen zum Schutz der Igel und anderer Wildtiere Nachtfahrverbote für Mähroboter.
Auch Cottbus gehört ganz aktuell dazu.
Wir würden uns sehr freuen, wenn auch unsere Heimatstadt Lübben diesbezüglich aktiv wird.

Denn:
Jede Verletzung bedeutet unermessliche Schmerzen und Qualen für die Tiere.
Jedes verletzte Tier muss in menschlicher Obhut versorgt werden, was für Wildtiere großen Stress bedeutet, und jede Versorgung kostet extrem viel Geld, welches der Tierschutzverein Lübben nur durch Spenden erhält, bzw. aus privater Tasche gezahlt werden muß.

❗Es gibt keine staatliche oder kommunale finanzielle Unterstüzung für die Versorgung von Wildtieren❗
Man verlässt sich hier komplett auf das Ehrenamt.

Es gibt also viel zu verändern, wenn wir nicht nur das Klima, sondern auch die Wildtiere unserer Heimat retten wollen.

Achtsamer Umgang mit Mährobotern,
wilde insektenfreundliche Gärten oder Gartenbereiche,
Verzicht auf Schneckenkorn und andere Gifte in den Gärten,
Durchlässe in den Zäunen........Einrichten von Futterstellen u.v.m.
Jeder kann mit wenig Einsatz zum Schutz beitragen.
Wer zusätzlich die Arbeit des Tierschutzverein Lübben und Umgebung e.V. unterstützen möchte, kann dies gerne durch Futterspenden, Geldspenden und/oder durch eine Vereinsmitgliedschaft tun.
Jede Unterstützung ist willkommen und ohne Euch wäre unsere Arbeit nicht machbar.
Dafür von Herzen Danke❤️
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